Zweiter Tag… heute bin ich Touri durch und durch!

Ham

Ham

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Ham, meine thailändische Zimmergenossin und ich fahren mit dem Taxi, bis zu der Brücke, an der vor zwei Wochen die zweite Bombe explodiert ist, aber jetzt ist alles wieder ok.

Ich hab die Wahl zwischen einer längeren Touristenbootstour oder dem einfachen Transport bis zu den Sehenswürdigkeiten, welche ich mir für heute vorgenommen habe… So schnell werd ich die Gelegenheit nicht wieder haben, also die längere Tour. Ham kommt noch ein kleines Stück mit und will in Chinatown aussteigen, wir treffen uns dann abends im Hostel. Was mir vorher nicht klar war, wir sitzen alleine in dem Boot, wo theoretisch Platz für mindestens Zehn wäre… nachdem Ham ausgestiegen ist, ist die Bootstour also nur für mich alleine… jetzt ist es so.

Wir fahren an Fischerhütten vorbei, an Schulen und Märkten, Kinder winken mir, ich glaube man zwingt Sie dazu bei jedem vorbei fahrenden Boot breit lächelnd zu winken. Die Fischerhütten sind teilweise alles andere als luxuriös, manchmal könnte man meinen, sie sind kurz davor in sich zusammen zu fallen und auf so kleinem Raum wohnt die ganze Familie??? Im Fluss liegt teilweise viel Müll, daneben wird geangelt, Kinder spielen im Wasser oder füttern die Fische mit Brot.

Ein kleines Paddelboot kommt auf uns zu, darin ein Händler, wir halten an.

Er versucht mir Lesezeichen, Hüte, Buddhas und Elefanten zu verkaufen oder vielleicht ein Bier? Nein, danke! Mein Kapitän lacht… ich weiß nicht, ob über mich, oder über den Händler.

Als wir an der Endstation ankommen, hilft mir ein Mann am Steg beim Aussteigen und berechnet 20 Baht, aha.

Mein erster Programmpunkt ist der Grand Palace, auf dem Weg dahin will mir ein Mann weiß machen, dass dieser heute geschlossen ist, ich winke ab und gehe weiter, völliger Quatsch! Meine dreiviertel Leggings sind wohl nicht angezogen genug, ich werde darauf hingewiesen, dass ich mir einen Wickelrock ausleihen muss. Mit langärmliger Jacke und langem Rock geht es los, die Anlage ist riesig, überall Menschen aus aller Welt, eine Reisegruppe jagt die Nächste.

Die Gebäude sind absolut beeindruckend, so ganz anders als bei uns, in mühevoller Kleinstarbeit mit bunten Mosaikfliesen, teilweise vollflächig beklebt, der Wahnsinn! Bonsai Bäume, Figuren, Statuen, Buddhas, Schreine, schön anzusehen, eine völlig andere Welt, aber mir ist unfassbar warm! Zum Glück habe ich am Tag vorher schon einen Fächer erstanden, der rettet mir das Leben! Bei einer Verschnaufpause kaufe ich kaltes Wasser und probiere einen Becher ‚Grüner Tee‘- Eis… hab’s mir besser vorgestellt, aber immerhin mein Bauch hat’s vertragen!

Nach dem Grand Palace begebe ich mich zum Wat Po, auch eine große Anlage. In einer Halle liegt ein riesig großer, goldener Buddha. In anderen kleinen Räumen, vor welchen man immer die Schuhe ausziehen muss, sitzen kleine und große Buddhas in unterschiedlichsten Haltungen, ihnen zu Füßen immer ein reich geschmückter Altar… würde ich hier an jedem Buddha beten wollen an dem ich vorbei komme, ich wäre monatelang mit nichts anderem beschäftigt!!

Danach versuch ich am Fluss entlang Richtung Metro zu laufen, was gar nicht so einfach ist, es gibt keine durchgehende Straße. Immer wieder schlängelt sich mein Weg in die Stadt und teilweise fühl ich mich nicht sonderlich wohl. Neben den opulentesten Häusern sieht man auch gleich das komplette Gegenteil, kleine, dunkle, dreckige Gassen, überall Kabel, viel Müll, auf jedem Meter ein anderer Geruch, eine warme feuchte Wolke aus Gewürzen, Fisch, Fleisch, gebratenem Essen, Obst und, bei der Hitze kein Wunder, auch immer ein bisschen faulig.

Ich ernte teilweise verständnislose Blicke, vielleicht interpretiere ich das auch nur so… mitten im, ich würde mal sagen, sehr armen Stadtviertel, ein großer heller Starbucks, vielleicht ist genau das der Grund für die verständnislosen Gesichter, aber ich freue mich etwas Vertrautes zu sehen und bestelle mir im angenehm kühl klimatisierten Geschäft einen Caffé Latte. Mir tun die Füße und der Rücken weh, ich hab genug vom vielen Laufen, in einem Tuk Tuk fahre ich zur nächsten Metrostation, noch drei Haltestellen und 10 Minuten bist zum Hostel, dann endlich eine kalte Dusche! Was für ein Tag!

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