Von Phuket nach Chiang Mai

Phuket… der Bus hält direkt vor dem Reisebüro meines Busunternehmens, da ich die Stadt noch nicht kenne und nicht weiß in welcher Richtung mein Hostel liegt, nehme ich das Taxiangebot von Lomprayah dankend an… wie sich später heraus stellt, ist der Taxifahrer extra einen Umweg gefahren… eigentlich hätte ich die Strecke bequem in 5min laufen können.

Mein Zimmer ist winzig mit nur einer Matratze auf dem Boden, einem kleinen Tisch mit einer Lampe darauf und einem Ventilator an der Wand. Die schwüle Luft steht im Raum, das Fenster lässt sich nicht öffnen, der Ventilator läuft auf Hochtouren, bringt aber so gut wie nichts.

Im Reiseführer habe ich von schöner, kolonialer Architektur gelesen, davon, dass sich so langsam ein Künstlerviertel entwickelt und viele schöne Bars und Kneipen im alten Stadtkern entstehen…

Ja ich habe ein paar dieser Häuser gesehen und tatsächlich auch ein paar schöne Bars und Restaurants, aber leider war die entspannte Stimmung vom Meer sofort wie weg geblasen.

Man steckt wieder mitten drin in der lauten, hektischen Stadt… und ständig habe ich das Gefühl im dreckigen Hinterhof zu stehen, den eigentlich niemand sehen sollte. Ich bin ein wenig enttäuscht, vielleicht aber auch einfach zu sehr Europäer, ich habe mir die Stadt anders vorgestellt!

Zwei Tage in meinem unglaublich heißen Zimmer kriege ich trotzdem rum und dann geht es auch schon weiter, mit dem Taxi zum Flughafen und von dort aus in den Norden nach Chiang Mai.

Im Internet habe ich ein Hostel gebucht mit wirklich guten Bewertungen, Thailandwow, ich bin gespannt. Als ich ankomme, ist es schon spät und ich bin müde von der langen Reise. Khai der Chef des Hostels nimmt mich freundlich in Empfang und lässt es sich trotzdem nicht nehmen mir noch den kompletten Stadtplan mit allen vier Stadtoren, Tempeln, Märkten, Ausflugszielen und besonders guten Restaurants zu erklären, ich behalte von all dem rein gar nichts.

Am nächsten Tag möchte ich Wäsche zum Waschen abgeben und finde an einem kleinen Gartentor ein Schild. Ein Mann zählt meine Wäschestücke (es sind ca. 12) und sagt ich könne die Sachen am nächsten Morgen um 8 abholen, kostet 60 Baht, das entspricht in etwa 1,50€. Den Rest des Tages schaue ich mir die Umgebung an und stelle fest, dass es zumindest in dieser Gegend viel sauberer ist und es durchaus auch schöne Häuser mit gepflegten Grundstücken gibt! Gegen Abend laufe ich durch Zufall an dem Garten vorbei in welchem meine Wäsche zum trocknen hängt, sehr eigenartiges Gefühl! Am Tag darauf nehme ich eine Tüte mit fein säuberlich zusammen gelegter, trockener und frisch, duftender Wäsche entgegen.

Für heute habe ich mir einen Ausflug vorgenommen, ein Taxi bringt mich zum etwas außerhalb gelegenen Tiger Kingdom. Sicher werden das Einige von euch nicht gut heißen, versteh ich vollkommen und ich habe tatsächlich auch ein schlechtes Gewissen solch einen Park zu unterstützen… und dennoch, ich träume schon ewig davon ein Tigerbaby aus der Nähe sehen zu können, jetzt ist die Gelegenheit zum greifen nah, ich kann einfach nicht widerstehen.

Im Park gibt es unterschiedliche Gehege, der Größe der Tiere nach unterteilt, zuerst komme ich zu den Kleinsten, zwischen 2-4 Monaten.Ich muss Hände waschen und Schuhe wechseln, dann wird mir ein Betreuer zugeteilt und ich darf rein. Die Kleinen schlafen zum größten Teil und sind einfach unbeschreiblich niedlich!!! Meine Betreuer sind so nett und übernehmen das Fotografieren. Nach den Kleinsten folgen die Mittleren (1 ½ Jahre) und die kleinen Tiger (7Monate). Je älter und größer die Tiere, umso mehr wächst mein Respekt, es ist der Wahnsinn einem so kräftigen Tier so nahe zu sein, trotzdem bin ich froh, dass am Ende noch alles dran ist an mir.

So schön es auch ist einen Tiger und vor allem die Kleinsten zu streicheln, manche von ihnen (nicht alle) haben wirklich kleine Käfige und natürlich ist vollkommen klar, was hier passiert, ist alles andere als artgerecht. Die Broschüre will uns weiß machen, dass die Tiere an Menschen gewöhnt sind, weil Sie es nicht anders kennen und viel Futter bekommen, also dauerhaft satt sind und deshalb nicht das Bedürfnis haben einen von uns zu fressen… man liest jedoch auch viel und ich denke das entspricht der Realität, dass die Tiere mit Medikamenten ruhig gestellt werden.

Ich hoffe die Tiger können mir verzeihen, vielleicht bekomme ich irgendwann die Gelegenheit das wieder gut zu machen.

Am nächsten Tag möchte ich mir die Tempelanlage Wat Phra Doi Suthep ansehen. Sie liegt auf dem Gipfel eines hohen Berges von wo aus man über die ganze Stadt blicken kann. Mit dem Red-Car-Taxi geht es bis zum Zoo, dort wechselt man das Auto und fährt, wenn denn genug Personen zusammen gekommen sind, über steile Serpentinen bis ganz nach oben. Wer denkt, dass es nicht weiter nach oben gehen kann, der irrt sich, zu guter Letzt führen 306 Stufen zum Tempel, bei den Temperaturen, hab ich schon ein wenig zu kämpfen.

Der Blick auf die Stadt ist schön, der Tempel an sich auch, aber irgendwann ähnelt sich doch alles sehr stark, überall viel Gold, unzählige Buddhas, Räucherstäbchen, Kerzen, Blumen, Menschen die barfuß auf dem Teppich knien und beten.

Eines ist mir neu, es gibt einen Becher mit mehreren Stäbchen darin, eine Weile beobachte ich, wie die Anderen damit umgehen, dann versuche ich es selbst. Man schüttelt den Becher so lange, bis ein Stäbchen davon heraus fällt, am unteren Ende steht eine Zahl zwischen 1 und 28. An der Seite findet man dann nummerierte Zettel mit einer entsprechenden Voraussage ähnlich wie ein Horoskop.

Am Abend ist es mal wieder an der Zeit den Rucksack zu packen, morgen geht es weiter mit dem Bus nach Sukhothai.

Die Lust auf Ente süß-sauer ist mir gehörig vergangen!!! :(

Die Lust auf Ente süß-sauer ist mir gehörig vergangen!!! 😦

Bauarbeiter, gänzlich ungesichert!

Bauarbeiter, gänzlich ungesichert!

mit dem Schlagbohrhammer wird am eigenen Ast gesägt...

mit dem Schlagbohrhammer wird am eigenen Ast gesägt…

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Chiang Mai

Chiang Mai

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Gärtner in Chiang Mai

Gärtner in Chiang Mai

typische Garküche an der Straße

typische Garküche an der Straße

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