Sukhothai und Bangkok, dann ist der erste Monat schon rum!!!

Nach diversen Kakerlakenbegegnungen, schlaflosen Nächten ohne Klimaanlage und dem permanenten Gefühl dreckig zu sein, habe ich, bei der Wahl meiner Unterkunft in Sukhothai, ganz besonders darauf geachtet, dass es diesmal wirklich schön ist. Und das ist es!!!!

Im Dorm of Happiness des Tharaburi Resorts hab ich ein Bett im 3-Bett-Mädchenzimmer gebucht. Kaputt von der langen Busfahrt bringt mich ein Tuc Tuc zum Hotel, dort ist es mir fast peinlich in meinen Backpackerklamotten einzuchecken!

Ein super schickes Resort, zur Begrüßung bekomme ich ein Erfrischungsgetränk, das Gepäck wird mir zum Zimmer getragen, Fragen und Wünsche werden umgehend beantwortet und erfüllt, es gibt einen Pool!!!!! Ich fühl mich wie eine Prinzessin! Das Zimmer hab ich, dank der Nebensaison, ganz für mich alleine… nichts wie rein in den Bikini und ab in den Pool!

Den nächsten Tag verbringe ich mit dem erkunden des historischen Parks, eine wirklich schöne weitläufige Anlage, mit vielen Überresten einiger Tempel aus dem 13./14. Jahrhundert.Am Tag darauf, man mag es kaum glauben, leihe ICH mir ein FAHRRAD aus,um noch einmal durch den Park zu radeln und ein bisschen zu zeichnen.

Eigentlich will ich warten bis es dunkel wird und Scheinwerfer die Säulen und Buddhas anstrahlen, aber das dauert mir dann doch zu lange und ich fahr noch ein Stück die Umgebung ab, bei einer unglaublich tollen Beleuchtung, die sich mit der Kamera kaum festhalten lässt.

Sukhothai gefällt mir wirklich gut!!! Ein wenig wehleidig checke ich aus und werde vom Fahrer des Hotels auch noch bis zur Bushaltestelle gefahren. Nach sieben Stunden Busfahrt (diesmal werden Wasser und Kekse gereicht und es gibt sogar eine Pause mit Essensgutschein) bin ich wieder zurück in Bangkok… 8km außerhalb des Zentrums.

Sofort stürzen wieder die Taxifahrer auf einen zu, für 600Baht würde er ins Zentrum fahren…(die 7Stunden Busfahrt von Sukhothai nach Bangkok inklusive Essen hat die Hälfte gekostet) Busse, die in die Stadt fahren, gibt es angeblich keine… Der Nächste hätte gern 450Baht, ein dritter immerhin nur noch 300. An einer Information erfährt man, dass es doch Busse in die Stadt gibt und wie man dahin kommt, hat man den einmal gefunden zahlt man 6,50Baht. Umgerechnet ca. 16 Cent, unglaublich!!! Einmal mehr ärgere ich mich darüber, dass einem nicht die Wahrheit gesagt wird und mal wieder einer versucht die doofen Touristen über den Tisch zu ziehen.

Die Busse sind alles andere als komfortabel, durch den ständigen Stau in der Stadt braucht man ewig um ans Ziel zu kommen, es gibt auch keine Ansage für die nächste Haltestelle. Die Kassiererin, welche während der Fahrt durch den Bus läuft und die Tickets verkauft, vergisst, trotz Chaos und Gewusel um sie herum, nicht mir zu sagen, wann ich aussteigen muss, ich stehe fast vor meiner Haustür, irre! Sowas muss man in Bangkok einfach auch mal gemacht haben!!!

Nach der langen Fahrt hab ich Hunger und suche mir in der Nähe der Khao San Road etwas zum Essen. Sooo viele Leute um einen herum und trotzdem fühlt man sich manchmal allein! Aber nicht mehr lange, Nici, die ich auf Koh Phangan kennen gelernt habe, fliegt ab Bangkok wieder zurück nach Deutschland, wir treffen uns, sie schläft im selben Hostel und verbringen noch einen tollen letzten Tag zusammen in Bangkok!

Wir schlendern durch die Sraßen, laufen auf den Golden Mount und sehen die Stadt von etwas weiter oben, probieren in einem Einkaufszentrum eine Fußmassage aus und kommen irgendwann im Stadtteil Siam an, der Teil mit den eindrucksvollsten Shopping Malls überhaupt.

Auf unserem Weg dahin, laufen wir unter einer großen Brücke durch. Zu beiden Seiten der Straße liegt bergeweise Müll und mitten im Müll wohnen, schlafen und essen Menschen. Mir läuft ein Schauer über den Rücken, riesige Luxustempel, deren Unterhaltung mit Strom sicherlich schon Unsummen verschluckt und unmittelbar daneben die größte Armut und ein absolut menschenunwürdiges Dasein. Auch einer der vielen Momente unterwegs, in denen ich mich unsagbar glücklich schätze in derartigem Wohlstand und gut behütet aufgewachsen zu sein.

Die Stadt ist teilweise sehr verdreckt und zugemüllt, die Einkaufszentren sind es ganz und gar nicht, alles super sauber und hoch modern, etwas vergleichbares habe ich in Deutschland noch nie gesehen, in einem Center gibt es sogar eine Eislaufbahn!

Immer dann, wenn man nach etwas Bestimmten sucht, kann man fast sicher sein, es nicht zu finden, aber mit Sicherheit findet man auch dann, wenn man nichts kaufen sollte, Dinge die einem wirklich gut gefallen. Ich darf aber nicht vergessen, dass mein Rucksack eh schon zu voll ist und ich alles was ich kaufe auch die nächsten Monate mit mir rum trage. Also lasse ich ganz tapfer die schöne Handtasche liegen…

Vom Shopping-Viertel aus geht es weiter zum Baiyoke Sky Hotel, dem höchsten Gebäude der Stadt. Im 83. Stock gibt es eine Cocktailbar, für 400 Baht (10€) fährt man mit dem Fahrstuhl bis nach oben und kriegt sogar noch einen Cocktail zu der beeindruckenden Aussicht! Bis in die 84. Etage kann man laufen und steht unter freiem Himmel. Erst jetzt bekommt man einen kleinen Überblick vom grenzenlosen Bangkok. Wir schlürfen unseren Mai-Tai und sehen dabei zu, wie nach und nach die Lichter der Stadt angehen. Die vollgestopften Straßen sind hell erleuchtet, große Hotels, Banken und Einkaufszentren werden bunt angestrahlt, in den gewöhnlichen Wohnvierteln der Stadt bleibt es dagegen vergleichsweise dunkel.

Da wir ziemlich weit gelaufen sind, ist auch der Heimweg nicht kürzer, aber wir finden die richtige Straße in der die Buslinie 15 Richtung Khao San Road fährt. Im 7/11 kaufe ich noch zwei Chang-Bier.

Zurück im Hostel, lassen wir den letzten Monat Revue passieren und sind uns einig:

Ganz am Anfang stolpert man eingeschüchtert durch die hektische Großstadt, nach einem Monat in Thailand kennt man sich schon ein bißchen besser aus, läuft um einiges entspannter durch die Straßen, hat sich an viele Dinge gewöhnt und lässt sich auch nicht mehr so ohne weiteres einen Bären aufbinden. Man erlebt innerhalb kürzester Zeit viele beeindruckende Dinge, sieht viele verschiedene Städte, schläft in den unterschiedlichsten Unterkünften und kommt auch immer mal wieder an einen Punkt, an dem man sich fragt, was man hier eigentlich will, so weit weg von den Lieben zu Hause, der gewohnten sauberen Umgebung und dem leckeren heimischen Essen. Meist ganz kurz danach macht man wieder einen Ausflug oder begegnet netten Leuten, die einen ein Stück des Weges begleiten, man lächelt in sich hinein und ist froh diese Momente erleben zu dürfen genau jetzt und hier!

Mein erster Monat ist tatsächlich schon vorbei!

Hier mein Thailand-Fazit:

  • Frauen können problemlos alleine durch Thailand reisen
  • man muss nicht alles schon Monate vorher perfekt durchplanen, der richtige Weg ergibt sich irgendwie
  • hat man den anfänglichen Kulturschock verdaut, gewöhnt man sich relativ schnell ein
  • am schönsten fand ich es auf Koh Tao, vor allem im Süden
  • auch wenn man kein Bier-Trinker ist, schmeckt Chang
  • Pad Thai muss jeder mal gegessen haben, schmeckt lecker, nur nicht so oft
  • Aloe Vera Gel hilft super gegen schlimmen Sonnenbrand
  • wo Licht ist, ist auch Schatten und umgekehrt, IMMER!
  • In der Regenzeit regnet es nicht permanent, aber es sind viel weniger Touristen unterwegs
  • in 28 Tagen habe ich 30413 Baht ausgegeben, das entspricht 760€ macht also ca. 27€ am Tag
Dorm of Happiness, wie wahr!

Dorm of Happiness, wie wahr!

Historischer Park Sukhothai

Historischer Park Sukhothai

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Hier der Beweis... Betty mit Fahrrad! :-P

Hier der Beweis… Betty mit Fahrrad! 😛

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Fußmassage! :)

Fußmassage! 🙂

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Busfahrer in Bangkok möchte man definitiv nicht sein!!!

Busfahrer in Bangkok möchte man definitiv nicht sein!!!

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