Estamos en Rosario…

Mit gepackten Rucksäcken machen wir uns, mit einem ausreichenden Zeitpuffer, auf den Weg zum Busbahnhof. Die Metro ist nicht weit und wir müssen nur vier Stationen fahren. Das Guthaben auf unserer Plastikkarte reicht gerade noch für zwei Fahrten, einmal durchs Drehkreuz, dann stehen wir auf dem Bahnsteig… und mit uns eine Horde anderer Leute. Die Metro trifft ein und ist schon jetzt voll bis unters Dach, nur Wenige steigen aus, da passen wir mit unseren großen Rucksäcken niemals rein. Also warten wir auf die Nächste, die Leute stehen so dicht gedrängt, dass kaum noch die Türen schließen. Wir lassen ganze acht Bahnen an uns vorbei ziehen, dann endlich können wir mitfahren.

An der 3. Station gibt es eine Durchsage auf Spanisch, hier endet die Fahrt, den Rest müssen wir laufen. Angekommen am Busbahnhof bleibt uns trotzdem noch viel Zeit.

Die Sitze im Bus sind ausgesprochen bequem und lassen sich weit zurück stellen, so gut sitzt man in Deutschland in keinem Bus, da wird lieber versucht noch 10 weitere Sitze rein zu bauen.

Nach vier Stunden erreichen wir Rosario, aus dem Internet wissen wir, dass Che Guevara und Lionel Messi hier geboren wurden und dass es hier die schönsten Frauen geben soll. Als wir in die Stadt hinein fahren, sind wir ein wenig erschrocken, was wir sehen, ist nicht sonderlich schön, aber erst mal abwarten.

Mit dem Taxi fahren wir zur nächsten Unterkunft, es war gar nicht so einfach eine zu finden, offenbar machen viele Argentinier um diese Zeit hier Urlaub, für die nächsten drei Tage haben wir eine Ferienwohnung im 8. Stock.

Wir machen uns auf ins Zentrum und siehe da, die Altstadt ist wirklich schön, kleiner und übersichtlicher als Buenos Aires, die Fußgängerzone nicht so voll gestopft, hübsche kleine Läden, die Leute alle freundlich UND sie sprechen besser Englisch als in Buenos Aires.

An einem Bankautomaten wollen wir Geld holen, es funktioniert nicht, auch nicht an den nächsten drei Automaten. Mit der Karte etwas bezahlen funktioniert. Durch Zufall entdeckt Marcel später einen Blog im Internet von zwei Deutschen, die kurz vor uns in Rosario waren und das selbe Problem hatten, ihnen gelang es schlussendlich an einer chinesischen Bank an Bargeld zu kommen, das machen wir ihnen erfolgreich nach, ein Hoch auf das Internet!

Wieder beruhigt und mit Geld in der Tasche schlendern wir durch die Altstadt, zum großen Flaggendenkmal, dem Ort, an welchem zum ersten Mal die argentinische Flagge gehisst wurde, weiter an den Fluss Párana, danach zum Geburtshaus von Che.

Wir hatten beide zumindest eine große Gedenktafel am Haus erwartet, vielleicht sogar Bilder von ihm, stattdessen steht nur ein unscheinbares Schild an der Straße, wir sind beide ein wenig enttäuscht.

Wieder zurück im klimatisierten Zimmer stellen wir fest, dass wir einen wunderbaren Sonnenbrand haben an den Stellen, die von den Sachen nicht bedeckt waren, sieht vor allem ohne Sachen unglaublich gut aus! Bis wir an einen Strand kommen, müssen wir dagegen noch etwas unternehmen, sonst lachen sie uns dort aus.

Und schon wieder ist es an der Zeit unsere Weiterreise vorzubereiten, am nächsten Tag laufen wir wieder zum Busbahnhof um unsere Tickets nach Cordoba zu kaufen. Die Frau am Schalter spricht kein Englisch, aber die Verständigung klappt trotzdem, als Sie fragt wo wir im Bus sitzen wollen und ich ihr einen Bus zeichne mit entsprechender Markierung, lacht Sie.

Zurück im Zimmer kann Marcel sein Handy nicht finden, wir durchsuchen sämtliche Taschen, aber vom Handy keine Spur, dabei sind wir uns sicher, dass er es am Vorabend noch in der Hand hatte.

Ich wende mich an die freundliche Frau an unserer Rezeption im Hotel gegenüber, sie versucht ihn anzurufen und es klingelt auch… nur nicht in unserem Zimmer. Ich habe sogar zweimal das Gefühl, dass jemand abhebt und auflegt. Es folgen diverse Telefonate mit dem Reinigungsdienst, unsere Putzfrau versichert nichts gesehen, geschweige denn mitgenommen zu haben. Enttäuscht mache ich mich auf den Rückweg ins Zimmer, kurz danach klingelt das Telefon bei uns, die Rezeption teilt uns mit, dass das Handy in der Bettwäsche gefunden wurde und gleich vorbei gebracht wird.

Ob das Handy tatsächlich in der Wäsche war, wissen wir nicht, aber wir sind wahnsinnig froh, als es wieder da ist.

Für den Rest des Tages haben wir uns fest vorgenommen Spanisch zu lernen, dass gelingt uns mit mehr oder weniger guten Ergebnissen. Morgen geht es weiter in die nächste Stadt.

 

Altstadt von Rosario

Altstadt von Rosario

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Monumental a la Bandera

Monumental a la Bandera

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Rio Párana

Rio Párana

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das unscheinbare Hinweisschild...

das unscheinbare Hinweisschild…

...und hier das Haus dazu

…und hier das Haus dazu

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deutsche Holzgrillkohle von Lidl ;)

deutsche Holzgrillkohle von Lidl 😉

Blick von unserem Balkon im 8. Stock

Blick von unserem Balkon im 8. Stock

Terminal de Omnibus de Rosario

Terminal de Omnibus de Rosario

immer wenn die Ampel rot ist, vor den Autos in der Hoffnung auf etwas Geld

immer wenn die Ampel rot ist, vor den Autos in der Hoffnung auf etwas Geld

Stoßstange-wird mehr als wörtlich genommen

Stoßstange-wird mehr als wörtlich genommen

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