Karibikinsel, wir kommen!!!

Nach ein paar Tagen im schönen Cartagena in denen wir durch die Gassen der Altstadt geschlendert sind, geht es im Flieger nach San Andrés.

Die kleine Insel ist 800km entfernt vom kolumbianischen Festland und nur 200km von Nicaragua, gehört aber trotzdem zu Kolumbien, Sie ist nur 12km lang und 3km breit.

Die Wassertemperatur beträgt ganzjährig 27 Grad, das Meer, so sagt man, hat hier 7 Farben, ist glasklar, von unzähligen Riffen durchzogen, die weißen, karibischen Sandstrände laden zum Entspannen unter Palmen ein.

Viele der im Internet angebotenen Unterkünfte sind schon ausgebucht, es ist Hauptsaison, auch für Einheimische, trotzdem finden wir etwas und kündigen im Vorfeld an, dass wir erst spät anreisen werden.

Als wir abends halb 12 aus dem Taxi steigen, ist in der Unterkunft jedoch alles dunkel, 10 minütiges Dauerklingeln bleibt erfolglos. Was nun? Wir fragen einen freundlichen Nachbarn, er zeigt uns das Haus der Besitzerin, doch auch das ist dunkel, eine Klingel gibt es nicht, klopfen zeigt keine Reaktion. Der Nachbar ist so nett für uns anzurufen, erreicht auch jemanden, wir sollen noch 5 Minuten warten. In der Zwischenzeit bedanken wir uns bei ihm, ohne seine Hilfe hätten wir nicht weiter gewusst, Geld nimmt er keins an.

Dann kommt die verschlafene und wahnsinnig schlecht gelaunte Besitzerin angeschlurft, keine Begrüßung, erst recht keine Entschuldigung, Englisch spricht Sie nicht. Sie knallt uns ein Buch vor die Nase in welches wir unsere Daten schreiben, dann fordert Sie uns auf die kompletten 7 gebuchten Nächte zu bezahlen. Kreditkarte nimmt Sie keine, wir machen Ihr begreiflich, dass wir am nächsten Morgen zum Bankautomaten gehen werden. Widerwillig stimmt Sie zu und zeigt uns unser Zimmer… Mit dem Fuß wischt Sie unliebsames Ungeziefer unters Bett, entfernt noch schnell eine benutzte Decke und schmutzige Handtücher aus dem Bad, dann geht Sie. Das Zimmer ist muffig und dreckig, die Klimaanlage laut und riecht unangenehm, als Marcel nach der Fernbedienung vom Fernseher greift, schreckt er zurück und erschlägt mit dem Schuh die erste Kakerlake, auf dem Nachttisch, direkt neben dem Bett, eine zweite folgt kurz darauf.

Wir sind sprachlos… unfassbar, dass man so etwas auf booking.com buchen kann und das auch noch für 45€ pro Nacht.

Eines steht jedenfalls fest, hier bleiben wir auf gar keinen Fall!!! Diese eine Nacht müssen wir überstehen.

Am nächsten Morgen ist die Chefin immer noch nicht freundlicher, vom inbegriffenen Frühstück ist weit und breit nichts zu sehen, Sie will, dass wir bezahlen.

Auf der Fahrt, mit dem Taxi, vom Flughafen aus, ist uns ein Hostel in der Nähe aufgefallen, das steuern wir an. Eine kleine, sehr nette Frau empfängt uns, es dauert nicht lange bis wir feststellen, dass Sie perfekt Deutsch spricht, zu unserer großen Überraschung sind noch Betten frei, wir dürfen uns die schönen Räumlichkeiten ansehen und sind uns sofort einig, hier bleiben wir.

Die Hexe aus unserer eigentlichen Unterkunft scheint verwundert, als wir mit gepackten Rucksäcken die eine Nacht bezahlen und gehen. Eine Frechheit, für diese Leistung hätte eher Sie uns entschädigen müssen! Aber wir ärgern uns nicht weiter, jetzt wo wir unser schönes neues Hostel sicher haben, ist alles wieder gut.

Der Besitzer, Harry aus Radebeul, begrüßt uns herzlich, Rosi, seine unglaublig liebenswerte Frau kennen wir ja bereits. Unsere Rettung!!! Jetzt kann der Karibik-Insel-Urlaub losgehen.

Zwei nette deutsche Mädels aus unserem Zimmer berichten, wie Sie die letzten Tage hier verbracht haben und empfehlen zum baden die Rocky Cay, da beide auch heute dahin wollen, schließen wir uns an.

Hin kommt man mit dem Bus oder dem Mototaxi, bevor wir auf die Frage: „Ihr habt doch kein Problem mit dem Mototaxi zu fahren, oder?“ reagieren können, werden wir auch schon auf eines verfrachtet. Zu dritt fahren wir auf einem kleinen Motorrad am Meer entlang, die Fahrer sind geübt darin und machen das ständig, mulmig ist uns bei dem lockeren Fahrstil trotzdem, wir sind froh, als wir mit unbeschädigten Knien am Strand ankommen.

In den nächsten Tagen sind wir öfter hier, oder am Stadtstrand im Zentrum, unter Palmen, im weißen Sand, am und im sooo blauen Meer.

Für unseren letzten vollen Tag auf der Insel leihen wir uns von Harry und Rosi einen Roller und fahren, immer am Meer entlang, um die Insel, nach nur 30km ist man eine Runde rum.

Mobil zu sein und anhalten zu können wo immer es einem gefällt, ist natürlich super, erst einen Kaffee trinken im Stadtzentrum bei Juan Valdez (seeeehr leckerer kolumbianischer Kaffee) dann an den einsamen Strand von San Luis, ein erfrischendes Getränk in der Strandbar, abends lecker essen im Zentrum… und schon ist eine Woche auf der Insel um, schade, vor allem dank Harry und Rosi haben wir uns hier sehr wohl gefühlt!

Obwohl wir so nah an Nicaragua sind, ist es nicht so ohne weiteres möglich zum Festland zu gelangen, deshalb fliegen wir zurück nach Bogota und mit uns, im selben Flieger, unsere Lieblingsschweizer Sabrina und Beat, die ein paar Tage auf der Nachbarinsel Providencia verbracht haben. Die Wiedersehensfreude ist groß und macht uns den Abschied von der Insel nicht so schwer, auf geht’s, zurück in die Hauptstadt.

im Karibik Haus Hostel fühlt man sich fast wie zu Hause

im Karibbik Haus Hostel fühlt man sich fast wie zu Hause

und das Meer ist nicht weit! :)

und das Meer ist nicht weit! 🙂

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der Stadtstrand

der Stadtstrand

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Busfahrt zur Rocky Cay

Busfahrt zur Rocky Cay

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umgekippter Katamaran

umgekippter Katamaran

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auf geht's mit dem Roller

auf geht’s mit dem Roller

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Tankstelle direkt am Meer

Tankstelle direkt am Meer

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Traumstrand in San Louis

Traumstrand in San Luis

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Harry und Rosi

Harry und Rosi

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wieder vereint

wieder vereint

mit den Schweizern!

mit den Schweizern!

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:-D

😀

San Andrés von oben

San Andrés von oben

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